Medienpädagogische Plattform Mecklenburgische Seenplatte

Projektträger: SEELAND Medienkooperative e. V.

Die medienpädagogischen Institutionen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind seit langem über regelmäßige Vernetzungstreffen in regem Austausch über Veranstaltungen, mögliche Kooperationen, neue Formate, Finanzierungsmöglichkeiten u.v.m. Schon vor den tiefgreifenden Maßnahmen im Zuge der CoVid19-Pandemie ist es den teilnehmenden Kooperationspartnern deutlich geworden, dass eine gemeinsame Internetpräsenz notwendig ist, um die vielen unterschiedlichen Angebote besser nach außen hin zu vertreten und eine Möglichkeit für Jugendliche aus dem Landkreis zu schaffen, die medialen Kurs-Angebote mit einem Klick zu überblicken. Durch die Krise haben alle Akteure den nötigen Handlungsanreiz erhalten, dieses Projekt mit Nachdruck umzusetzen. Besonders im Hinblick auf die vielen Webinare und Online-Kurse, die sich daraus entwickelt haben, ist dieser Austausch zwischen den Anbietern von Jugendmedienangeboten wichtiger denn je. Die Formate werden sich als zusätzliche Angebote für Jugendliche etablieren und weiterentwickeln, die sonst wenig oder keinen Zugang zu kulturellen Orten haben. Hier haben wir vor allem den ländlichen Raum und die Potentiale der Teilhabe dort lebender Jugendlicher im Blick.

Das Angebot hat folgende Anliegen:

Die sichtbare und unmittelbare Vernetzung der Akteure im Landkreis MSE. Es entsteht so ein einfacher Überblick über Angebote für interessierte Kinder und Jugendliche und deren Erziehungsberechtigte, inklusive Anmeldemöglichkeit und weiterführende Informationen. Ein einfacherer Zugang soll auch den Multiplikatoren der Jugendarbeit (Lehrer, Erzieher, Schulsozialarbeiter, Jugendsozialarbeiter) ermöglicht werden.

Der ländliche Raum wird mit dieser Seite besser erreicht und an bestehende Möglichkeiten herangeführt. Auch wird es helfen, durch die momentan neu entwickelten Online-Formate neue Zielgruppen zu erreichen, die es bis dahin nicht zu den kulturpädagogischen Angeboten der Medienzentren geschafft haben.

Der interne und externe Austausch der Anbieter über neue und bestehende Formate wird erhöht. Es werden nicht nur kommende Kursangebote veröffentlicht, sondern auch deren Ergebnisse für alle sichtbar und nutzbar gemacht. Es ist dann z. B. für einen Sozialarbeiter einer Jugendeinrichtung oder einer Schule möglich zu recherchieren, welche Projekte es z. B. zum Thema Mobbing bereits gegeben hat und welche Methoden dort zum Einsatz kamen. Um diesen Blick „hinter die Kulissen“ der medienpädagogischen Arbeit zu fördern sollen dort auch Informationen für Eltern und Pädagogen zur Medienbildung und zu Weiterbildungsangeboten der Kooperationspartner hinterlegt werden können.

Es ist zudem schade, dass tolle Projektergebnisse nach deren Premiere in einem Jugendclub in den Schränken verschwinden, anstatt für alle sichtbar online präsentiert zu werden.

Auch Institutionsübergreifend können so leichter Projekte gestartet werden. (Wie z. B. das Format Couchmovies, das vom RAAbatz gestartet wurde und von allen weiteren Institutionen im Landkreis geteilt und gefördert wird.)

Die Seite muss aus diesen Gründen sehr vielseitig gestaltet werden und die Möglichkeit besitzen viele Inhalte zu bündeln. Wir streben eine Website an, die Jugendliche anspricht und anzieht. Sie muss zudem, trotz ihrer Komplexität, so gestaltet sein, dass sie mittelfristig von den Institutionen selbst gepflegt werden kann.

Partizipative Kunst und Medien haben die Kraft, verschlossene Gedankenkonstrukte und Meinungsbilder zu öffnen und durch offene Fragestellungen zu ersetzen. Das erleben wir in unserer Arbeit jeden Tag. Deshalb leisten wir auch mit der Entwicklung dieser Website einen Beitrag zur Förderung demokratischer und egalitärer Werte. Auch dies im besonderen Blick auf Jugendliche, die im ländlichen Raum von differenzierten Einflüssen ausgeschlossen sind.